Fachmodul - Produktion

Referent: ZTM Vincent Fehmer

Grundlagen der Produktionsverfahren: Von der Industrie zur Zahnmedizin

  • Einführung in additive (3D-Druck) und subtraktive (Frästechnik) Fertigungsmethoden
  • Adaptation industrieller Herstellungsverfahren für den dentalen Bereich

Materialkunde: Eigenschaften, Auswahl und klinische Relevanz

  • Mechanische, ästhetische und biokompatible Materialeigenschaften
  • Übersicht über relevante Werkstoffe und praxisnahe Empfehlungen

Wissenschaftliche Bewertung der Fertigungsverfahren

  • Evidenzbasierte Analyse der Präzision, Effizienz und Langzeitstabilität
  • Vergleich von additiven und subtraktiven Verfahren anhand klinischer Studien

Klinische Anwendung: Optimale Kombination aus Herstellungsverfahren, Material und Indikation

  • Strategische Auswahl der Fertigungstechnologie je nach klinischer Anforderung
  • Integration moderner Materialien für unterschiedliche Indikationen

Entscheidungsbaum für das Materialmanagement

  • Systematische Entscheidungsprozesse zur optimalen Materialwahl
  • Berücksichtigung von funktionellen, ästhetischen und wirtschaftlichen Faktoren

Essay:

Modul 5: Digitale Fertigungstechnologien und Materialkunde – Die Wissenschaft hinter moderner Zahnmedizin

Die Digitalisierung hat die Fertigung dentaler Versorgungen revolutioniert. Neue Produktionsverfahren und Materialinnovationen ermöglichen eine noch nie dagewesene Präzision, Effizienz und Individualisierung in der Zahnmedizin. Doch mit der Fülle an Möglichkeiten wächst auch die Notwendigkeit, Herstellungsverfahren und Materialien kritisch zu bewerten, um sie gezielt für den jeweiligen klinischen Anwendungsfall einzusetzen.

Dieses Modul beleuchtet die wissenschaftlichen und technologischen Grundlagen der digitalen Fertigungstechniken, angefangen bei industriellen Produktionsverfahren bis hin zu deren Adaption für den zahnmedizinischen Bereich. Es vermittelt ein tiefgehendes Verständnis der additiven (3D-Druck) und subtraktiven (Frästechnik) Verfahren, deren Vor- und Nachteile sowie deren Einfluss auf die Qualität dentaler Restaurationen.

Ein wesentlicher Bestandteil dieses Moduls ist zudem die Materialkunde. Welche Werkstoffe bieten die ideale Balance zwischen Ästhetik, Funktionalität und Haltbarkeit? Wie beeinflussen mechanische und biokompatible Eigenschaften die Langlebigkeit einer Versorgung? Anhand wissenschaftlicher Bewertungsmethoden und klinischer Evidenz werden die Eigenschaften relevanter Materialien untersucht und auf ihre Eignung für verschiedene Indikationen geprüft.

Der Fokus liegt nicht nur auf der Theorie, sondern auch auf der praktischen Entscheidungsfindung: Welche Kombination aus Herstellungsverfahren und Materialien ist für welche Indikation optimal? Welche wirtschaftlichen und klinischen Faktoren müssen bei der Materialwahl berücksichtigt werden? Ein strukturierter Entscheidungsbaum hilft dabei, das Materialmanagement gezielt an die individuellen Bedürfnisse der Patienten anzupassen.

Dieses Modul legt damit die wissenschaftliche Grundlage für eine fundierte, zukunftsorientierte und evidenzbasierte Material- und Fertigungsstrategie in der modernen Zahnmedizin.